73 Gedichte aus den Jahren 1998–2020 — stille Naturbilder, Haiku und kleine Fabeln. Nebel und Fichten, Schnee und Wiesen, das Licht über den Wegen.


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A

Abendweg I

16.11.06

Die Farne
braun gebreitet
vom Regenwind
gezaust
das
fahle Gras

unter den
hohen
dunklen Bäumen
die Luft
trägt still
den Winter ein

Am Dorfteich

17.06.17

Welle sein
im Windteppich ruhn
und gehn
hin zum Ufer
überm Grund
ein Lichtspiegel

Ansichten

5.11.2008

Vertreten

behauptet . . .

Eines Tages
wird die Stelle
auf der man tritt

grün sein
oder vertrocknet
oder
hinweggeschwemmt

Aprilsommer

18.04.07

Fichtenzapfen
braune Igel auf
den Wegen
der
Rasen duftet
schon nach
Heu
ich schmecke
der Heidelbeeren
frühe Blüten

in den Bäumen
überschütten einander
Vögel
ihre Lust

Aufgesplitterte Fichte

02.08.2008

(Anderthalb Jahre nach
Kyrill)

Eine Rinne
hol ich
bei ihr
für den Garten
um Dachwasser
zu lenken

Das glatte Holz
gebräunt
wie menschliche Haut

Ausflug

21.02.08

Über die
fahlbraune Flur
die große gescheckte
Kuh
wo Krähen
ihre verstimmten
Blechglocken schlagen
närrisch
nach Frühling

In schattigen Schneisen
gegen den Harsch
kichert
der Schuh

B

Bäume

23./24.12.98

Es gibt Bäume
lebende Bäume
älter
als die Lehre Mohammeds
älter
als die Botschaft Jesu
älter
als die Erleuchtung Buddhas
älter noch
als die Gesetze von Moses
Bäume
lebende Bäume

Lebende B Ä U M E

Beten

Ob auch die
Tiere es tun
der Hund an der Tür
im Käfig der Vogel
im Stall das Schaf

Vielleicht träumen sie

Es heißt
sie wissen nicht
daß sie wissen
während wir glauben

Betroffen - Bleßberghöhle

(Nach einem Lichtbildervortrag über die vom
ICE - Tunnelvortrieb durchstoßene Bleßberghöhle)

Die Erde redet
mit ersticktem Mund
als bedaure sie
sich offenbart zu haben

Zartes - Tücher, Zauberfäden . . . -
seit Jahrmillionen
in dauerndem Werden
zerbricht

Wunder
werden überfahren

auf Stelzen gesetzt
die
stürzende Zeit

Brudergott

24.05.06

Hast du
gelitten
weil wir
heute noch
dich
leiden lassen

D

Das Eis und der Bach

Von Halm zu Halm, von Stein zu Stein dehnte
sich das Eis, um den darunter fließenden Bach
zu überspannen.
„ Ich kann dich aufhalten, kann dich zum
Schweigen bringen. So bin ich der Stärkere !“
Da erklang es aus den zierlichen hell aufblinkenden Fontänen :
„ Was wärest du ohne den Frost ?
Was wärest du ohne mein Wasser ?“
Das Eisstück vermied eine Antwort, versuchte
indes, sich zu strecken ,dicker zu werden.
„ Immer bin ich in Bewegung, murmelte der
Bach : „ Jahraus,jahrein...
du hast nur eine kurze Zeitspanne und die erlebst
du bei mir.“

Das Schlagwort

Das Schlagwort hüpfte vom Rednerpult und

war glücklich, nun einen historisch wichtigen

Sprung gemacht zu haben :

„Kommt, Genossen, das macht Spaß. Wir

wollen’s den Leuten zeigen!“

Und es begann ein Tanz nach dem andern -

Und die Leute gewöhnten sich daran.

Das Wort Zeit

Gedreht
gewendet
der Bilder wegen

ich höre
sie ist
nur Maß

Der Alltag und die Ewigkeit

An einem stillen Sommer-
abend traf der Alltag auf die
Ewigkeit. „Was willst du?“
fragte er überrascht.
„Ich brauche nichts zu
wollen.“ „Was sollen die
Faxen, dafür haben wir keine
Zeit!“ Die Ewigkeit wußte,
daß der Alltag von sich wie
von den Menschen redet und
schaute ihm ganz still ins
Gesicht: „Immer bin ich da,
aber ihr seht mich nicht, weil
euch die Zeit genügt, in der
du fortwährend kommst und
gehst.“

Der Berg und die Wolke

„ Geh weg, du versperrst mir die
Aussicht !“ „Deine Bäume, Tiere,
das Gras haben mich gerufen, um
sie zu tränken.“

„ Nun, soll ich deswegen meine
Aussicht verlieren?“

„ Du verlierst deine Aussicht, wenn
du sie dürsten läßt.“

Die Wolke schüttelte Regen und
verschwand.

Möge der Berg seine Wolke verstanden
haben.

Der Eiszapfen und die Schneeflocke

An einem dicken Eiszapfen schwebte

eine Schneeflocke vorüber. Das störte

den Eisbart derart, daß er sogleich

losmurrte: „Eine Motte ! - tändelt bloß

herum ! - eine Motte...“

Die Schneeflocke, ein hellhöriges Wesen,

glitzerte zärtlich zurück : „ Wir bestehen

aus dem gleichen Stoff - nur : Du hängst

auf der Stelle - bis du stürzt ...Ich tanze

als ein Stern und lege mich ins Meer der

Sterne . . .“

Ob der Eisbart verstand, was die Schnee-

flocke ihm sagte ?

Der Lehrer B.

20.01.07

Er liebte
weitschweifige
Erklärungen

Meine Antwort stimmte
bündig formuliert
Note mangelhaft

Daheim
entlud sich
der Frust

Mutter
legte den Arm
um mich

Sprich mit ihm
vielleicht hört
er dir zu

Der Nebel und die Sonne

Oft verdross es den Nebel, wenn die
Sonne von den Menschen herbeigesehnt,
ausgiebig gelobt und geprießen wurde.

„ Hab ich nicht auch meinen Wert, meine
Bedeutung !“ Die Sonne blinzelte. Der
Nebel dagegen schwoll und machte den
Himmel grau.

„ Ach, du Narr,“ rief die Sonne, „du
solltest wissen, daß ich ständig über dir
bin und daß du mein Licht trägst, wenn
ich dich durchdringe und erfülle, worauf
die Menschen dich dann bewundern,
bestaunen.“

„ Ach ja ...ach ja...“ Kleinlaut klang des
Nebels Stimme.

Eine Weile noch blieb er auf der Stelle,
dann strich er über die Wiesen, hob an
und schwebte auf die Höhen der Berge.

Der Neumannsgrund

Als stille Kerbe
im herben Gebirg:
Baumwände
und der unverhüllte Fels
Bach und Weg
die einzelnen Häuser

Wo der Kundige
noch kennt die
quarzigen Stollen
die Plätze der Mühlen
zerbrochen
verrauscht
Hier
biegt die Enge nicht aus
sie läuft dahin
und stürzt
unversehens
in helleres Grün -

Zeitig der Lenz
kommt vor das Tor
seiner Berge

Der Zweifel

Der Zweifel stand auf einem
hohen Berg.
Da kam die Sonne und riet
ihm,nicht stehen zu bleiben,
die sengenden Strahlen
könnten ihm übel bekommen.

„ Warum spricht sie so?“, dachte der Zweifel.
„ Über allen herrscht sie und warnt mich vor ihren Strahlen,
die sie nicht beherrschen kann?“

Dezember 2010

19.12.10

Fichte Tanne
vor dem Fenster

Sie tragen
halten Last

halten
aus

Die Ameisen

Ein sorgloser Mensch stocherte
mutwillig einen Ameisenhügel
auseinander,

“ Wie sie aus Angst umherrennen!“

“ Nein, nein “,rief ein Fink,
“sie ordnen nur schnell,
was du zerstört hast.“

Die Erde rächt sich

16.01.2009

Fronten der Luft
Drachenköpfe
Abstürze
verstellte
Höhenmesser

Mühlengezitter
Klappergestänge
das Splittergericht
der Goldesel
Grabgesang

Flaggen zerschlissen
Gebete
lauthals
verstaubt

E

Ein Vogelnest

Gehört es dem Vogel
gehört es dem Baum ?

Ein Storchennest auf einem Rad
auf einem Haus

Gehört es dem Storchenpaar
gehört es dem Hausmenschen ?

F

Fensterplatz

18.11.06

Wer kennt
der Wirklichkeiten
Dauerspiel
des Glaubens
Bilderbahnen
den Auszug
alter Träume

Des Wassers
Stimme
höre ich
am Mühlenrad
der Väter

Freude über Regen

21.05.2011

Die Blätter
klingen
wie Gebet
die Blüten
neigen sich
zu danken

G

Gedicht ohne e

Wind jagt ums Haus
wird zum Sturm
plötzlich zum Orkan
packt das Dach
und stürzt
mit ihm davon

Angst ist groß
Hals und Haar
sind naß . . .

bin wach

Ach !
nur Alptraum
nur Alptraum

Gegenwärtig

15.07.2017

Die vielen Worte
Gesten Wörterinvasion ...
Wer hört den Dämmer
deutet das Dunkel -
Raben in wirren Flügen
schrein ihre Freiheit

H

Haiku Nebelschwer der Tag

Nebelschwer der Tag
Im Dämmer der Fensterbaum
ein Schattenspieler

Herbstgedicht für die Enkelin I

11.11.06

Es kommt der Wind
aus allen Ecken,
um mich zu foppen,
mich zu necken.

Drum sag ich einfach:
Du, halt ein !
Ich will nicht mehr
dein Spielball sein.

Herbstgedicht für die Enkelin II

Ich kann es nicht verstehn :
Der Nebel will nicht gehn,
er hockt vor unserm Haus
und reißt nicht aus,
obwohl ich oft ihm sag,
daß ich ihn gar nicht mag.

Jetzt bitte ich den Wind -
der jagt ihn fort geschwind.

Hinüber gesehn

Leere Augenhöhlen
im Gesicht
des Berghangs
zu früh
kommt der Tod

Die Rehspur ein
stummes Lied
begleitet deine
so schweren Schritte

I

Ihm zum Bilde

August 2006

Fragen zwei
Ebenbilder
was der Mensch
sei

und zeigen
einander
ihre
Ansichten

Im Gespräch

Oktober 2008

Wir schieben
Bild in Bild
bauen Richtungen
für Nebel
und Weg

gehen
durch Nächte
unter
namenlosen
Sternen

J

Jahresende

Weihnacht
Das Heil verheißen
Im schwarzen Allraum
leuchten
vergangne Sterne

Der Tannenzweig
Ein kleiner Teppich
zum Kerzenschein
zu deuten
das Unvergessen

Aufgestellt
Zweifarbig der Stein
vom Wege am Berg
Ich lese
Glut der Erde

K

Kinderlied - Nebel macht den Himmel

Nebel macht den Himmel zu
Tag hält seine Abendruh
Nacht ist schrecklich dunkel
ohne Lichtgefunkel

Deshalb stell ich Kerzen auf
sieben für den Wochenlauf
fünf sind Sterne - Sonne . . .Mond
daß der Himmel
bei mir wohnt

Knaulgras

2.07.09

An die
Schulter stäubt´s
wedelt mir
den Sommer zu
der nach
Ernte ruft

Kyrill

im Februar 2007

(18./19.01.2007 )

Meine Freunde
hat der Windbruder
zerrissen

nun klagen sie

auch mich an

L

Langer Winter

29.02.12

Schnee
auf Schnee
gehüllt
in Wolkentüll
das Land

Dunkel
die Zeichen:
Gesträuch
der Zaun
die Krähe

schweigt

Lawine. Kaunertal

14.4.09

Die Höhe warf
ihre Last
ins Geröll

Gemörsert
liegt
junges Holz

Liedchen für die Enkelin

8.08.06

Liedchen

Im Garten steht
ein Bäumelein
das ist nicht groß
das ist nicht klein
ein wenig größer
als ich bin .
Ich reiche bis
zur Spitze hin
und hol den
ersten Apfel mir

Den . . .
schenk ich dir

M

Maiabend

27.05.06

Hügelwind
treibt
Wolkenfracht

ich gehe
im Duft
der
gelben Felder

Maimorgen

29.05.06

Regen fiel

weiß liegt
die Sonne in den
Augen der
alten Wege

Mittag. September

26.09.05

Mein Ohr
am grünen Bach

Sonnenruhe
in den Buchen

die Zeit
liegt still
auf milden Schatten

Vogeltakte
springen
mir entgegen

Mittagsruh

Der Lichtstreifen von
Stuhl zu Tisch von
Tisch zu Stuhl :
Meine Sesseluhr

Des Christdorns
Schatten
wandern auf und ab
und auf
zum Tannenwipfel

Mitte August

23.8.10

Herbst möcht nicht mehr warten
schleicht in unsern Garten
Sommer weicht nicht aus
will noch einmal starten
rosenvoll ums Haus

N

Nach dem Regen

Die Blätter
haben
ein Wolkenlied

alte Wege
helle Augen

Finken
ziehen
klingende Girlanden

jeder Halm
ist Perlengras

Nebel in den Wiesen

25.06.09

Perlen
auf Blumen
und Ähren

Finken
schlagen

klingendes
Silber

Nocturne I

22.03.07

Kein
Eulenruf

Neon
bewacht
das Dorf

Frost
hadert
an den Wänden

Stechende Lichter
zerbrechen
den Wind

Nocturne II

Worte
Worte
Gedanken
rudern
von Blatt
zu Blatt

Heimat
der Irrtum
die Nacht
fischt
keinen Stern

R

Rosenstock

Am Dornholz
sommervolles
Blühn

gegen Fröste noch
treiben Knospen

S

Sauna

14.06.04

Jeder
dem anderen
ähnlich

ganz eigen
im Quell - Land
seiner Haut

Schlanke Eberesche

5.06.09

Schlanke Eberesche
hinterm Waldrand

Niedergebogen
vom Rotwild
geschält

die Krone
im Grase blüht

Schneearmer Winter

(Januar - Februar 2020)

Abgehaucht
das Wolkenblatt
ich setze Interwalle
in den Weg

Die Krähe sei
ein Frühlingsvogel
der seine Geduld
verleugnet

Zum Futtertempel
stiehlt das Eichhorn sich
als hätt es ein Recht dazu

Die Gartenglöckchen
einander tröstend
üben ihre Botschaft ein

Abgehaucht
das Wolkenblatt
Ich setze Intervalle
in den Weg

Schneeweiß der See

11.01.2009

Er schläft

Auf ihm das
Licht
spielt
mit wechselnden
Sternen

Septemberabend

21.09.06

Kein Laut
nur hell der
Bach aus dunklem Grund

Fichten
fangen
warmes Licht

Septemberlicht

9.09.04

Blasse Schleier
auf den Fluren

Sommer geht
zu den
bunten Gräbern

Spät im Herbst

8.11.01

Weglos
abendlang
der Tag

Nebel klebt
Regen
plaudert
sich
durchs Haus

Spiel frei

In Rauch und Träumen
das Wort riskiert
durchlebten Räumen
oft nachgespürt

An Welt gewonnen
was sie gelehrt
wie Zeit zerronnen
was Zeit beschwert

Straße und Weg

Eine Straße, lang und breit durchs Land ziehend,
bemerkte zufällig in ihrer Nähe einen Weg,
der in sanften Bögen über Wiesenhügeln lief.

„Was bist du für ein kläglicher Wurm!

I c h habe Leben. I c h bin wichtig ! I c h bin nützlich ! ! „

Da sprach der Weg, leise
wie mit der deutlichen Stimme eines Vogels:
„Weißt du nicht, daß ich viel älter bin als du,
daß ich mehr weiß als du.....
Bei mir spielten die Väter deiner Erbauer,
bei mir ernähren sich Hase und Igel - die Du totfährst...“

Die Straße, höhnisch dahin-
dröhnend
gab darauf keine Erwiderung.

Sie hörte nämlich gar nicht zu.

T

Trialog

Mai 2016

Die Sonne:
Kann ich wissen wo ich geh
wenn ich keine Schatten seh

Die Nacht :
Schattenreich? Soll ich das
sein? Hab den schönsten
Sternenschein .

Der Mond: Wandlung -
meine Lebenspflicht
Darum Leute streit ich nicht

U

Unser Waldgärtchen

20.10.05

Eibenbüsche
schmücken sich
mit Birkenherzen

Ahornhände
winken
vom
Berberitzenstrauch

Kirschbaum
breitet einen
weiten Teppich

Im Haus
leuchten
die
gepflückten
Blumen

Unter gestirntem Himmel

3.02.06

Dieses
Oben
wenn die
Sonne schläft

der Bilder
Größtes
bestaunt
gerufen

Fenster
zu
längsten
Zeiten

W

Waldgang I

Einen Ast zu holen
vom harzenden Baum
den der Herbstwind schlug

Schulterschwer die Last
aber ich habe
den Duft des Holzes

Waldgang II

29.10.2014

Unter einer Dunsthaube
friert Oktober ein
Kahle Zweige vogellos
im Grasweg Hexenpilze

Von der Straße
dröhnt die Hast
stechende Lichter
über den Tag

Das Tal hat einen
unruhigen Schlaf

Wegstunde I

Dunkle Wolkenbilder
manchmal Sonnenstreifen
mein Fuß
eine Wünschelrute
Vögel im Revier
rufen den Abend aus

Wegstunde II

Am Fuß
der knarrende Schnee
Der Bach
ein weißes
schweigendes Band
Du lauschst
in das leise Klingen
unterm Eis

Wetterwandel

15.03.08

Breitgespült
meiner Kindheit
Wiesenbach
an den Rändern
Rasenschopfe

Unter den Fichten
auf südlichen Hängen
schwammiges Moos
knöcheltief

Wind in den Wiesen

10.06.08

Leise Wellen
schieben
helle Streifen :

fliehendes

bleibendes
Gras

Wintertag in Neuhaus

2.12.10

Blendschnee
Nebelgemisch
Fichtensäume
erstarrte Wächter

Das Wild
sucht Gärten
der farbige Beton
hütet die
Nester der Menschen

Wolke neben der Sonne

30.07.2008

Donner
fällt
in den Durst
der Rosen

Wind
umspielt
den Alant

Pfauenaugen
saugen
saugen

Z

Zuhaus. Märzwinter

30.03.09

Am Fenster
getürmt
die Schneelast
des Gartens

Unsere Spuren
im
Hohlweg
vor der Tür

Zuruf W W

Einer, der zutiefst Lyriker ist, der
Poesie verantwortlich, bleibt nicht
im Rahmen, im Diktat des Zeitgeistes,
er überschreitet, überfliegt die
Grenzen.
Walter Werner (W.W. : der Kose -
name) Grenzgänger (?) Grenzbe-
wohner (!) litt an den Zwiespälten,
arbeitete dem Hoffen zu, bewährte
Tratitionen im Blick, auf der Suche
nach Ausblicken. Heimattreu, nicht
heimattümelnd. Er forderte und
förderte, Freunde gewinnend,
Freunden beistehend, kritisch den
Zeitwandel durchschauend, deutlich
nennend Wucher und Wunden.
Unsere alte Liebe ihm bleibt - auch in
unseren eigenen neuen Bemühungen.